Wizebsk

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Wizebsk - Вiцебск

Die Stadt wurde laut der Legende im Jahre 947 auf Befehl der Großfürstin Olga von Kiew (881–969) gegründet und 1021 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Wizebsk entstand als Festung gegen Eindringlinge und war im 12. und 13. Jahrhundert ein wichtiges Handels- und Handwerkszentrum, Sitz eines Fürstentums und hatte Handelsverbindungen zur Hanse. 1320 war Wizebsk als eine Stadt vom Großfürstentum Litauen (WKL:belarussisch-litauische Staat).

Im 16. Jahrhundert wurde der Ort bei Kriegshandlungen mehrmals zerstört. Als mit der Union von Lublin am 12. August 1569 die Adelsrepublik Polen-Litauen begründet wurde, gehörte Wizebsk zum neu gegründeten Staat. Von 1654 bis 1667 war die Stadt von russischen Truppen besetzt. Während des Großen Nordischen Krieges von Schweden gegen Polen und Russland wurde sie 1708 fast vollständig niedergebrannt.

Im Laufe der Ersten Teilung Polens im Jahre 1772 fielen die Stadt und ihre Umgebung an Russland. Am 28. Juli 1812 wurde Wizebsk von den Truppen Napoléon Bonaparteserobert und dabei in Brand gesteckt. Im 19. Jahrhundert wurde sie zu einem bedeutenden Industriezentrum in der Region und war Hauptstadt des Gouvernements Witebsk. Die Stadt bildete einen Eisenbahnknotenpunkt auf den Strecken von Sankt Petersburg (wo einer der Hauptbahnhöfe Witebsker Bahnhof heißt) nach Warschau und von Moskau nachRiga. Die Bevölkerung der Stadt war immer gemischt. In den 1920er Jahren hatte die Stadt rund 100.000 Einwohner, davon 45 % Juden, 30 % Weißrussen und 20 % (Groß-)Russen. 1900 waren noch 52 % der Bevölkerung Juden, sodass die Stadt zu den größten jüdischen Zentren zählte.

Nach der Gründung der Sowjetunion war Wizebsk Teil der Weißrussischen SSR.

Wizebsk wurde während des Zweiten Weltkriegs wie kaum eine andere Stadt zerstört, ihre große jüdische Gemeinde – in der Stadt gab es einst etwa 70 Synagogen und jüdische Bethäuser – ausgelöscht. Am 10. Juli 1941 nahm die deutsche Wehrmacht Wizebsk ein. Ihr folgte sogleich das Einsatzkommando 9 (EK 9) der Einsatzgruppe B, dessen Kommandeure im Rahmen des Holocaust von Juli bis Oktober 1941 zwischen 6.800 und 15.000 Juden erschießen ließen. Am 26. Juni 1944 eroberte die Rote Armee die Stadt in der Kesselschlacht bei Wizebsk wieder zurück. Während des Kampfes wurde sie fast vollständig zerstört. Danach bestand in der Stadt das Kriegsgefangenenlager 271 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[3] Schwer Erkrankte wurden im Kriegsgefangenenhospital 2813, Letcy, versorgt. Seit 1991 ist Wizebsk Teil des unabhängigen Staates Weißrussland.

Sehenswert in der Stadt sind das Rathaus aus dem Jahre 1775, die Kasaner Kirche von 1760 und die Maria-Verkündigungs-Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Wenige Kilometer außerhalb der Stadt liegt die Repin-Datscha, das dreistöckige Sommerhaus des bekannten russischen Malers Ilja Repin, in dem viele seiner Gemälde entstanden.

Das Elternhaus des russisch-jüdischen Malers und Grafikers Marc Chagall wurde als Museum hergerichtet, und im Marc Chagall Art Center werden viele seiner Lithografien gezeigt.

Ein herausragendes kulturelles Ereignis der Stadt ist das internationale Kunstfestival „Slawischer Basar“, das seit 1992 jährlich stattfindet und an dem viele Musikgruppen und Künstler Weißrusslands, der Ukraine, Russlands und der baltischen Staaten teilnehmen. (Info -Wikipedia)

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... Marc Chagall Festtage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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... IFMC – International Festival Modern Choreography

 

 

 

 

 

 

 

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... The International Festival of Arts "Slavic Bazaar in Wizebsk"